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Von Gott reden, aber wie?

05.02.2020

Die Latte lag sehr hoch für die beiden Referentinnen unserer Fortbildung, die gestern stattfand.  Einblicke in Methoden der Religionspädagogik waren angekündigt unter dem Titel „Von Gott reden, aber wie?“ Die ersten Veranstaltungen der Reihe „Blickpunkt Himmelsblicker“ waren von hochkarätigen Referenten gestaltet und von den Teilnehmenden sehr positiv erlebt und bewertet worden. Damit waren auch gestern die Erwartungen hoch, insbesondere bei denjenigen, die zum wiederholten Male teilnahmen.

Zwei Frauen mittleren Alters sprechen zu einem Publikum.

Die Referentinnen: Cornelia Mikolajczyk (links) ist Studienleiterin im Pädagogisch Theologischen Institut (PTI) in Ludwigslust. Maike Lauther-Pohl (rechts) ist Theologische Referentin des Verbandes Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein (VEK) in Rendsburg.Sie gaben „Ein- und Überblicke in verschieden religionspädagogische (Erzähl-)Methoden“.

Eine Frau mittleren Alters steht an einem Rednerpult. Sie spricht zu einem Publikum.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden der Fortbildung von Pastorin Raute Martinsen. Sie ist im Landesjugendpfarramt Referentin für die Vernetzung der Arbeit mit Kindern in der Nordkirche. Die gestrige Fortbildung war bereits der dritte Termin der Reihe „Blickpunkt Himmelsblicker“. Infos dazu unter www.himmelsblicker.de

Blick von hinten auf eine Gruppe von Menschen. Alle strecken ihre Arme nach oben.

Gleich zu Beginn erklärten die Referentinnen, wo ihr Schwerpunkt liegen sollte. Und zwar beim „Tun und erleben, kennenlernen und ausprobieren, gegenchecken mit den eigenen Erfahrungen“. So ging es auch ohne viele Vorreden direkt mit einer ersten Übung los.

Etliche Menschen verschiedenen Alters stehen in Gruppen an Stehtischen.

Hiervon „sehr angetan“ war Maike Hanke. Die Erzieherin arbeitet im Gemeinderat und gestaltet ehrenamtlich den Kindergottesdienst und den KubuKiNa ihrer Gemeinde mit. Sie hatte eigens Urlaub genommen, um dabei sein zu können. „Die Referentinnen sind sehr lebendig und offen, es wirkt nicht abgelesen, man spürt, sie haben Freude am Vermitteln."

Dies kam sehr gut auch bei anderen Teilnehmenden der Fortbildung an, wie bei Kathleen Rawe. Die 30jährige kommt aus Duisburg und war, wie bereits bei den ersten beiden Veranstaltungen, eigens aus Duisburg zu dieser Fortbildung angereist. „Das heute ist mit den bisherigen Veranstaltungen nicht vergleichbar“, befand Rawe dann in der Mittagspause, „das Bisherige war eher theoretisch und als Grundlage nicht schlecht. Heute ist es sehr praxisorientiert und gut umsetzbar.“

Figuren aus Abwasserrohren, mit Tücher und Bändern gestaltet, sind sie als menschliche Figuren erkennbar. Um die Figuren sitzt eine Gruppe von Menschen.

Was in jedem Baumarkt zu finden ist, eignet sich zur Verwendung als Erzählfigur. Maike Lauther-Pohl zeigte in einer Arbeitsgruppe, wie sich Abwasserrohre mit wenig Aufwand gestalten lassen. Die Rohrfiguren begleiteten in einer ersten Übung den „Einzug in Jerusalem“. Die Teilnehmenden ergänzten dabei die Darstellung der Geschichte mit verschiedenen Materialien. Die Verwendung von Figuren, so eine Teilnehmerin in der Reflektionsrunde, ermöglichen eine intensivere Wahrnehmung und das Erleben einer erzählten Geschichte und erleichtern Kindern auch das Zuhören zu erlernen.

Die Referentin Cornelia Mikolajczyk.

Ganz ohne theoretische Überlegungen kam auch diese Fortbildung nicht aus. In „Impulsen“ erhielten die Teilnehmenden Informationen zu Stichworten wie: Implizite und explizite religiöse Bildung, Subjektorientierung, Selbstbestimmung und Beteiligung sowie der Aneignung von Wirklichkeit durch Co-Konstruktion und weiteres mehr. Alles Vorgetragenen wurde auch in Schriftlicher Form zur Verfügung gestellt und konnte mit nach Hause genommen werden.

Die Referentin Maike Lauther-Pohl .

Es geht um die Haltung und Meinung der Personen, die mit den Kindern arbeiten“, war einer der Merksätze an diesem Tag. So wurde in Arbeitsgruppen zunächst den Fragen nachgegangen: Was machen Kinder für mich aus? Wie sehe ich Kinder in ihrer Religiosität? Was gehört zu ihnen dazu? Die Ergebnisse wurden auf großen Flipcharts festgehalten und auch im Plenum vorgetragen.

Bei den praktischen Übungen kamen auch „Biblische Erzählfiguren“ zum Einsatz. Joachim Schuldt, ehrenamtlich für die Kinderkirche seiner Gemeinde aktiv, hatte diese Figuren lediglich schon einmal gesehen und war nun „angenehm überrascht, wie intensiv man damit arbeiten kann“. Da die Anschaffung fertiger Figuren mit hohem Finanzaufwand verbunden ist, will er nun sehen, ob ein gemeinsamer Kauf und gemeinsame Nutzung mit Nachbargemeinden möglich ist

Ein Gruppe von Biblischen Erzählfiguren.

Auch Claudia Hühle, Erzieherin in einem Kindergarten und ehrenamtlich im gemeindlichen Kindergottesdienst, bewertete ebenfalls den Praxisbezug sehr positiv. Auch sind will zukünftig mehr mit Figuren arbeiten, denn die aktive Beteiligung von Kindern ist in ihrer Arbeit schon jetzt wesentlich. Sie arbeitet aktuell mit Bodenbildern und Liedern in großen Kindergruppen, zu denen auch schon mal mehr als 40 Kinder kommen.

Melanie Lange, nahm erstmals an einer Fortbildung dieser Veranstaltungsreihe teil. Nach ihrem Vikariat hat sie nun eine Ausbildung als Gemeindepädagogin begonnen und arbeitet bereits in zwei Gemeinden. Sie hat „großes Interesse an allem was die Arbeit mit Kindern angeht“. So natürlich auch an der Arbeit mit den Biblischen Erzählfiguren. Sie konnte lernen, „dass man in biblische Geschichten eintauchen kann und sie so auch als Gruppe gemeinsam erlebt“.

Blick auf einen Büchertisch. Davor stehen zwei Frauen.

Güde Hansen (auf dem Foto links) hatte einen Tisch für Bücher und Materialien zum Thema organisiert. Sie zeigte was man in der Bibliothek des Pädagogisch-Theologisches Instituts der Nordkirche ausleihen kann. Die Bibliothek hat Standorte in Hamburg, Kiel, Greifswald und Ludwigslust. Infos dazu unter pti.nordkirche.de/buecher-medien.html

In einer Abschlussrunde  konnten die Teilnehmenden die Fortbildung kommentieren. Breite Zustimmung fanden Aussagen wie: „Ich habe viele nette Leute getroffen, das Verhältnis von Theorie und Praxis war angemessen, es war inspirierend, ich habe gerne zugehört, die Referentinnen waren toll.“

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