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Diese Fortbildung ist ein Sahnestückchen

30.10.2019

Forschungsergebnisse der Entwicklungspsychologie für die Religionspädagogik zu erschließen, darum ging es Prof. Dr. Gerhard Büttner am gestrigen Dienstag bei der Veranstaltung „Mit Kindern lernen“.

Blick von hinten über das Publikum hinweg zu einer Rednerbühne. Auf dieser steht ein älterer Mann, der zum Publikum spricht.

„Kinder sind geborene Theisten“. Griffige Aussagen kennzeichneten die Ausführungen des Referenten. Aussagen wie „Dass Gott die Welt gemacht hat und immer wieder eingreift, ist nicht überraschend für Kinder“, schienen manchen der Teilnehmenden zunächst banal. Büttner aber zeigte den Bedeutungshorizont solcher Beobachtungen auf und stellte sie in einen umfassenden Zusammenhang.

Foto unten: In mehreren Arbeitsgruppen wurde intensiv diskutiert.

8 Personen stehen um einen Tisch und sprechen miteinander.

Ein echtes Sahnestückchen“ sei die Fortbildungsreihe, befand Joachim Schuldt. Er engagiert sich seit 19 Jahren ehrenamtlich für die Kinderkirche seiner Gemeinde. Er unterstützt das Team der jährlich statt findenden Kindergottesdienst Gesamttagung und hat dort auch schon Arbeitsgruppen angeboten. Durch diese „Fortbildungsreihe mit hochkarätigen Dozenten“ bekomme er „theoretische Grundlagen für seine ehrenamtliche Arbeit“ die er als Diplom Ingenieur nicht mitbringe, so der 63jährige. Und das Gelingen seiner ehrenamtlichen Arbeit ist ihm wichtig, denn „Kinder brauchen positive Erlebnisse, damit sie sich später als Erwachsene für Kirche entscheiden können“.

Foto unten: Die Arbeitsgruppen boten Gelegenheit zum Austausch eigener Erfahrungen.

6 Personen sitzen um einen Tisch und sprechen miteinander.

Zufrieden äußerte sich Almut Sauer über den „Erfahrungsaustausch in den Arbeitsgruppen, das war bereichernd und weiterbringend“. Die 25jährige Gemeindepädagogin im ersten Berufsjahr kannte etliches, das Büttner vortrug bereits aus ihrer Ausbildung. Einige Studienergebnisse aber, waren für sie doch neu. Und für ihre Arbeit in den Kirchengemeinden Jördenstorf, Belitz und Thürkow-Warnkenhagen wurde ihr durch die Ausführungen des Referenten noch einmal deutlich, „wie wichtig das Angebot von Räumen für spirituelle und religiöse Erfahrungen ist“. Religiöse Elemente seien auch im alltäglichen Gemeindeleben wichtig, man dürfe sich hier nicht auf den Gottesdienst reduzieren.

Blick von hinten über das Publikum hinweg zu einer Rednerbühne. Auf dieser steht ein älterer Mann, der zum Publikum spricht.

Aus Duisburg eigens zu dieser Fortbildung angereist war Kathleen Rawe. Die 30jährige leitet ein Jugendzentrum. Dort wird in erster Linie Sozialarbeit geleistet, die aber kirchlich-religiös geprägt ist. Eine echte Herausforderung bei einem 60%-Anteil von Migranten sowie Jugendlichen, die eher Halloween statt Reformationstag feiern. Rawe hat sich gleich für alle 4 Veranstaltungen der Fortbildungsreihe angemeldet und ist sehr zufrieden. Ihr fehle oft die notwendige Kommunikation, aber „hier finde ich einen supertollen Austausch“. Hier bekomme sie „Handwerkszeug und super Denkanstöße“.

Ebenfalls für alle 4 Veranstaltungen angemeldet hat sich auch Ulrike Oberem aus Kirchbarkau. Die 57jährige engagiert sich bereits seit 20 Jahren im Kindergottesdienst und als Prädikantin. Sie ist gekommen, weil sie ihre eigene Arbeit reflektieren möchte. Das ist wichtig sagt sie, auf Fortbildung zu verzichten, sei Stillstand.

Foto unten: Martina Heesch verabschiedet Prof. Dr. Gerhard Büttner.

Eine Frau mittleren Alters gibt einem älteren Mann die Hand.

„Wir haben die Verantwortung Kinder mit dem Religiösen in Berührung zu bringen“, sagte Martina Heesch. Die Referentin des Landejugendpfarramtes hat die Veranstaltungsreihe maßgeblich mit organisiert und vorbereitet und war auch die Moderatorin der Veranstaltung mit Prof. Dr. Büttner. „Es gibt eine Sehnsucht bei Kindern, der wir Raum geben müssen, damit sie eine Entscheidung treffen können für oder gegen Religion und Kirche“, zeigte sich Heesch überzeugt.

Die Fortbildungsreihe "Kinder / Blickpunkt Himmelsblicker"

Die gestrige Veranstaltung ist Teil der Fortbildungsreihe „Kinder / Blickpunkt Himmelsblicker“ des Jugendpfarramtes der Nordkirche. In der Zeit September 2019 bis April 2020 finden vier Fortbildungstage statt. Sie widmen sich Kernthemen der Arbeit mit Kindern. Bei allen vier Veranstaltungen ist eine ausgewogene Mischung aus Input durch die Referentinnen und Referenten sowie Raum für Nachfragen und Austausch zum Thema geplant.
Die erste Veranstaltung zu den anthropologischen Grundlagen der Arbeit mit Kindern fand am 10.09.2019 mit Prof. Dr. Friedrich Schweitzer statt.
Im kommenden Jahr, am 04. Februar 2020 geben Maike Lauther-Pohl und Cornelia Mikolajczyk Einblicke in Methoden der Religionspädagogik unter dem Titel „Von Gott reden, aber wie?“
Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Arbeit mit Kindern  zeigt am 21. April 2020 Dr. Marc Fabian Buck unter dem Titel „Kids, bits and bytes!“
Diese beiden Veranstaltungen finden jeweils von 10.00 bis15.30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Europäische Hansemuseum, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck

Weitere Informationen unter www.himmelsblicker.de
 

Ideensammlung

Das Landesjugendpfarramt stellt eine digitale Plattform zur Verfügung. Diese ermöglicht Kontakte und Austausch. Hier werden Ideen einstellt, um anderen zu zeigen, was trotz der Coronakrise möglich ist. Hier gibts aktuelle Informationen, Rechtliche Infos, Ideen für die Arbeit mit jungen Menschen und Informationen über Fördermöglichkeiten.
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