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04.-06.11.2019 Herbstkonferenz der Kirchenkreis Jugendpfarrämter im Christopherushaus Ratzeburg
 

Geschäftsordnung

Die Geschäftsordnung der Konferenz gibts hier als PDF.

Frühjahrskonferenz 2019

An 22. bis 24. März 2019 trafen sich zu ihrer gemeinsamen Frühjahrskonferenz die Vertreterinnen der Jugendwerke und Jugendpfarrämter der Kirchenkreise sowie die Jugendvertretung der Nordkirche. Thema des Treffens war die Frage der Identität.

Blick in einen Saal. An mehreren Tischen sitzen Gruppen von Menschen unterschiedlichen Alters an Tischen.

Sehr konkret vermittelte der Referent Christian Kurzke (Foto unten) die Aspekte der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Mit der Frage, "wer ist Christian Kurzke?" wurde deutlich, er selbst hat nur sehr begrenzte Möglichkeiten auf die Antworten Einfluss zu nehmen, die überwiegend auf Vermutungen beruhten.
"Wer bin ich und wie sollen mich andere wahrnehmen?", war eine weitere Frage zum Einstieg an die Teilnehmenden. Sehr unterschiedlich fielen die jeweils individuellen Antworten aus, da hier zahlreiche und sehr unterschiedliche Kategorien zugrunde gelegt wurden.

Das Foto zeigt einen Mann mittleren Alters mit weißem Hemd und dunklem Sakko. Er zeigt auf eine Pinnwand mit zahlreichen Notizen auf runden gelben Moderationskarten.

Spannend wurde es im Weiteren mit der Frage nach der Identität der Evangelischen Jugend in der Nordkirche. „Woran erkenne ich bzw. erkennen andere, dass ich Teil der Evangelischen Jugendarbeit der gesamten Nordkirche bin.“ Hierzu wurde sehr intensiv und mit viel Spaß in mehreren Kleingruppen gearbeitet (Foto).

Blick auf eine Arbeitsgruppe. In der Bildmitte zwei lachende junge Frauen. Auf dem Tisch Schreibutensilien.

Diskutiert wurde, ob sich das Selbstverständnis stärker aus Glauben und Gemeinschaft oder aus Institution und Strukturen begründet. Der Vermutung, die Nordkirche sei eine Schöpfung aus der Erwachsenenwelt, die der Evangelischen Jugend möglicherweise wenig nütze, stellte der Referent die Überzeugung entgegen, dass die Nordkirche einen weit stärkeren Einfluss auf die Jugendarbeit habe, als auf den ersten Blick zu erkennen sei. Das reiche weit über Formulare der Fahrtkostenabrechnungen hinaus und betreffe eben auch Inhalte und Themen.

Die Kennzeichen der Nordkirchenzugehörigkeit aus eigener und fremder Perspektive wurden unterschiedlich beschrieben. Glaube, Rituale, ein gemeinsames Selbstverständnis und das Erleben von Gemeinschaft wurden zur Ich-Perspektive genannt.  Symbole, Selbstdarstellung in den Medien, aber auch Wertorientierung und Menschenbild waren die vermuteten Kennzeichen der Betrachtung von außen.

Blick in einen Arbeitsraum. Im Vordergrund zwei Tische mit Menschen verschiedenen Alters. Im Hintergrund eine junge Frau und ein Mann mittleren Alter vor einer Flipchart und drei Pinnwände mit beschrifteten Moderationskarten.

Wie die genannten Kennzeichen, im Interesse der Identitätsentwicklung unserer Nordkirche weiter entwickelt bzw. verbessert werden könnten, war die abschließende Fragestellung, zu deren Beantwortung zahlreiche Vorschläge gemacht wurden. Hier spielten inhaltliche Forderungen nach einer konsequenten Partizipation von Kindern und Jugendlichen eine zentrale Rolle, eine stärkere Geh- statt Komm-Struktur. Aber auch eine weitere Professionalisierung der Außenkommunikation inklusive eines kirchlichen Merchandising.

Ulrike Hillmann bei der Konferenz

Das Foto zeigt links einen jungen Mann mit Brille, rechts eine ältere Frau mit blonden Haaren, weißer Bluse und dunklem Pullover.

Zu Gast war Präses Ulrike Hillmann bei der gemeinsamen Konferenz am vergangenen Wochenende. Die neue Vorsitzende der Landessynode stellte sich vor und beantwortete die Fragen der Konferenz.

„Konfirmandenunterricht war in meiner Jugend noch Unterricht und das motivierte nicht gerade zum Mittun“, bedauerte Hillmann. Aber, das sei inzwischen anders geworden. Und dieses Mittun ist ihr sehr wichtig. Schwindenden Mitgliederzahlen könne und müsse man mit „alternative Formen des Mitmachens, auch ohne Mitgliedschaft“ begegnen.

Nach der Zufriedenheit von Mitarbeitenden in der Jugendarbeit gefragt, räumte Hillman ein, hierzu nur Aussagen über ihr persönlich bekannte Mitarbeitende machen zu können. Aber, so stellte sie in Aussicht, eine  nordkirchenweite Erhebung zu dieser Frage könne sie sich sehr gut vorstellen.

Nach der Rolle von Kirche in unserer Gesellschaft gefragt, befand Hillmann, eine parteipolitische Position könne es nicht geben, aber Kirche sei sozialpolitisch wichtig. Sie müsse "denen eine Stimme geben, die keine haben". Der gesellschaftliche Konsenz gehe verloren. "Aber wir haben Werte zu bieten, die diesen Konsenz ermöglichen können."

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