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Gottesdienst beim W:O:A

03.08.2017


Der Gottesdienst beim Wacken Open Air ist immer etwas Besonderes.

Bereits eine Stunde vor Beginn war die Kirche gut gefüllt. Das gibt’s, wenn überhaupt nur an Weihnachten.  Die Stimmung war für einen Gottesdienst außergewöhnlich locker.

Die Zeit bis zum Start wurde kurzweilig gestaltet. Einige sangeskundige Besucher stimmten „Herr deine Liebe…“ an und etliche fielen ein. Das veranlasste auch die Organistin bei der letzten Strophe mit ihrem Instrument einzusteigen.

Es folgte „Laudato Si…“, was offensichtlich viele noch aus Konfirmandenzeiten kannten und mitsangen. Zwischenrufe wie „Können wir mal die 334 haben….“ und Beifallsbekundungen wechselten sich ab. Bei „Danke für diesen guten Morgen…“ wurde rhythmisch mit geklatscht.

Diese Stimmung musste fotographisch festgehalten werden. Zahlreiche Smartphones wurden im Videomodus über die Köpfe gehalten. So was glaubt einem zuhause sonst niemand.

Nach der elften Strophe von „Großer Gott wir loben dich….“ begrüßte die Ortspastorin Petra Judith Schneider die Gemeinde.

Foto links: Der Chor Open Up Wide begeisterte mit songs wie stairway to heaven auf der Empore der Wackener Heilig-Geist-Kirche. Foto rechts: Nicht alle 34 Chormitglieer sind auf dem Bild.

„Break out“, ein Song der Gruppe Aeverium, stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Was behindert uns, fragte Pastor Andre Lüdtke, was steht uns im Weg und was lähmt uns. Warum finden wir oftmals keinen Weg? Hier konnten sich alle angesprochen fühlen. Bauen andere Mauern um uns oder legen wir uns selbst Steine in den Weg?
Der Bezug zu Martin Luther, den Pastorin Schneider herstellte, lag da nahe. Sich über Grenzen hinweg setzen, neue Maßstäbe entwickeln, ausbrechen, frei sein und aus der gewonnen Freiheit etwas Positives machen, wer möchte das nicht?

Foto links: „Break out“, ein Song der Gruppe Aeverium, stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Foto rechts: Aeverium gab nach dem Gottesdienst ein Konzert in der Wackener Kirche.

Ein Gospelchor, der Stairway To Heaven singt, ist schon etwas Ungewöhnliches in einer Kirche. So waren viele zum Gottesdienst gekommen, die den Chor Open Up Wide mit seinem besonderen Repertoire von Led Zeppelin bis Metallica hören wollten.

Dazu gehörte auch Samera Straub (22). Sie kommt wie der Chor aus dem badischen Waghäusel. Sie hatte als Festivalbesucherin zufällig vom Auftritt des Chores gehört, kannte ihn aber bisher nicht. Katholisch getauft, aber aus der Kirche früh ausgetreten ist sie. Die Kirche war ihr zu eng, nicht offen genug. „Aber“, fast ist es schon ein Klischee, „wenn Kirche so wäre wie heute, vielleicht würde ich mal wieder hingehen“.

Dem stimmte auch Stefan Muhl (23) zu, der Straub begleitete. „So was erlebt man nicht oft, da musste ich erst hierher fahren. Super, Hut ab!“

Keine Berührungsängste, das ist das Wichtigste,“  findet Chormitglied André Wiesner (26). „Kirche und Metal-Musik, da treffen Welten auf einander. Das ist krass, aber es harmoniert trotzdem.“ Berührungsängste kennt auch das älteste Chormitglied nicht. Hans Buhles, immerhin schon 84, tat sich anfangs mit den englischen Texten schwer. Jetzt aber ist er mehr als begeistert.

Skeptisch waren wohl zunächst etliche in der Gemeinde Waghäusel, berichtet die Pfarrerin Charlotte Hoffmann. Doch das war schnell überwunden, nachdem der Chor die neuen Lieder vorgestellt hatte.
Veränderung in der Gemeindepraxis ist nötig und Offenheit, wenn Kirche erfolgreich sein will, sagt die Pfarrerin. „Mit zeitgenössischer Musik, kann man die Jugend erreichen“, stellt sie zufrieden fest. Ein Konzept, das offenkundig Erfolg hat.

Infos zum Wacken Open Air  Opens external link in new windowwww.wacken.com

Homepage der Gemeinde Waghäusel  Opens external link in new windowwww.evang-kirche-waghaeusel.de

Das Festival im Schleswig-Holsteinischen Wacken ist das weltweit größte Heavy-Metal-Festival.  Auf dem 220 Hektar großen Festivalgelände spielen 150 Bands auf etlichen Bühnen. Die Besucher kommen aus aller Welt. Termin des Festivals ist der 03. bis 05. August 2017.

Das Landesjugendpfarramt ist mit einem Team von 19 Seelsorgerinnen und Seelsorgern, unter der Leitung von Landesjugendpastor Tilman Lautzes beim Festival dabei.

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