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Eine fruchtbare Zusammenarbeit

30.06.2018

Mitarbeitende aus der praktischen Arbeit und Studierende profitieren, wenn Forschung, Lehre und Praxis zusammen gebracht werden. Dies wurde am 28. Juni bei der gemeinsamen Fachtagung von Landesjugendpfarramt und der Hochschule für Diakonie des Rauhen Hauses in Hamburg deutlich.

Foto: Die Organisatoren und Mitwirkenden des Fachtages, von links: Foto: Dr. Ina Bösefeldt, Dr. Cora Herrmann,  Prof. Dr. Gabriele Schmidt-Lauber, Dr. Katrin Meuche, Prof. Dr. Andreas Theurich, Prof. Dr. Matthias Nauerth.

Fachtagung "Jugend-Freizeiten-Religiosität zwischen Zufall und Zusammenhang"

„Hier kommen Theorie und Praxis zusammen. Die Studierenden sollen sich Theorien aneignen und werden ja gleichzeitig für die Praxis ausgebildet“, sagte Carmen Hillmer, die 32jährige Jugendmitarbeiterin in Hamburg-Ost. „Deshalb finde ich die Zusammenarbeit von Hochschule und Landesjugendpfarramt und die Kooperation bei dieser Veranstaltung heute sehr gut.“

Zur gemeinsamen Fachtagung „Jugend-Freizeiten-Religiosität zwischen Zufall und Zusammenhang“ der Hamburger Ev. Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie und des Landesjugendpfarramtes der Nordkirche waren insgesamt mehr als 50 Teilnehmende gekommen, Studierende der Hochschule sowie Mitarbeitende aus der Jugendarbeit der Nordkirche.

Foto: Zur Fachtagung begrüßte Prof. Dr. Andreas Theurich, Rektor der Hochschule (vorne rechts), die Veranstaltung moderierte Christoph Bauch, Referent im Landesjugendpfarramt (vorne links).

Vorgestellt wurden die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Evangelische Ferienfreizeiten unter der empirischen Lupe“, das von Mitarbeiterinnen des Landesjugendpfarramtes durchgeführt wurde.
Das Anliegen dabei war, die Qualität der Ev. Ferienfreizeiten zu beschreiben, ihr Bildungspotential sichtbar zu machen und die Entwicklungsbedarfe herauszuarbeiten. Untersucht wurden insbesondere auch die religiösen Praxen von Ferienfreizeiten. Ziel war die Stärkung der Kinder- und Jugendarbeit des Jugendverbandes. Vorgetragen wurden die Ergebnisse vom Forschungsteam Dr. Ina Böesefeldt, Dr. Cora Herrmann und Dr. Katrin Meuche.

Prof. Dr. Matthias Nauerth (Foto oben) hielt einen ergänzenden Impulsvortrag zur "Religionssensibilität in der Sozialen Arbeit“. Nauerth forderte mehr Aufmerksamkeit für die religiöse Dimension der Menschen. So müssten Spiritualität und Religion wieder in das Spektrum der Aufmerksamkeit Sozialer Arbeit aufgenommen werden, aus dem sie bereits in den 70ziger Jahren in der Folge der damaligen Politisierung herausgeschnitten worden seien. Den Fachkräften fehle, so Nauerth meist die erforderliche Sensibilität für die religiösen Elemente in den jeweils individuellen Selbstkonzepten ihrer Klienten.

Dies gelte so nicht für die Evangelische Jugendarbeit und ihre Freizeiten, sagte Dr. Ina Bösefeldt im anschließenden Interview, dennoch sei es wichtig genauer hinzuschauen.“Es gibt hier ein Manko in der Benennung religiöser Momente und hinsichtlich der Einordnung in den christlich-religiösen Kontext“. Auch habe das Forschungsprojekt gezeigt, die Sprachfähigkeit Haupt- wie Ehrenamtlicher sei oft nur schwach ausgebildet und das religiöse Selbstverständnis nicht hinreichend reflektiert. Das Landesjugendpfarramt habe hier eine wichtige Aufgabe, sagt Bösefeldt. „ So achten wir darauf, dass bei den Ausbildungen, wie zur JugendleiterCard und TeamerCard hier ein Schwerpunkt gesetzt wird.“

Foto:  In Arbeitsgruppen kamen Studierende der Hochschule mit Praktikerinnen und Praktikern aus der Evangelischen Jugendarbeit ins Gespräch.

Shagufta Kanwal Hanif war mit ihrem großen Interesse an religiösen Fragen gekommen. Die 28jährige Muslima mit pakistanischen Wurzeln studiert Soziale Arbeit. Hanif fand es „interessant, wie in der evangelischen Jugendarbeit Religion vermittelt wird.“ In ihrer Ahmadiyya Gemeinde spiele bei den Freizeitprogrammen für Jugendliche Religion eine deutlich größere Rolle. Das liege, so Hanif, wohl an den Elternhäusern. „Ich bin auf jeden Fall nicht für Zwang, aber wenn es lockerer gesehen würde, wüsste ich nicht, wie man die Inhalte vermitteln sollte. Ich bin so aufgewachsen, ich würde da nichts verändern wollen.“

Jana-Lisa Reitze fand ihre eigenen Erfahrungen in den vorgetragenen Forschungsergebnissen und insbesondere in den zahlreichen Zitaten der befragten Kinder- und Jugendlichen wieder. Die 22jährige ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Kinder- und Jugendfreizeiten der Hamburger Paul Gerhard Gemeinde kannte die Bereitschaft von Freizeitteilnehmenden sich auf Gottesdienste und Andachten einzulassen und deren dann oft positive Resonanz. Auch war ihr das Problem der oft fehlenden Brücke von den Freizeiten in die Gemeinden bekannt. Doch, so Reitze, damit dürfe man sich nicht abfinden.

Broschüre zum Forschungsprojekt

Die bei diesem Fachtag erstmals vorgestellte Broschüre zum Forschungsprojekt des Landesjugendpfarramtes  „Evangelische Ferienfreizeiten unter der empirischen Lupe“ kann bestellt werden im Sekretariat des Jugendpfarramtes (Gebühr 5.- Euro) bei Carina Westermann unter carina.westermann(at)Do not spamjupfa.nordkirche.de oder telefonisch (04522)  507 - 120.

Der Fachtag: Jugend-Freizeiten-Religiosität zwischen Zufall und Zusammenhang

Gemeinsam mit der Ev. Hochschule veranstaltete das Landesjugendpfarramt eine Fachtagung zu seinem Forschungsprojekt „Evangelische Ferienfreizeiten unter der empirischen Lupe“.

Dr. Cora Herrmann, Dr. Katrin Meuche und  Dr. Ina Bösefeldt ermöglichten Einblicke in ihre Forschungsergebnisse.

Prof. Dr. Matthias Nauerth hielt einen ergänzenden Impulsvortrag zu "Religionssensibilität in der Sozialen Arbeit: Gründe, Chancen und Herausforderungen."

In einem dritten Teil konnten Studierende der Hochschule mit Praktikerinnen und Praktikern aus der Evangelischen Jugendarbeit ins Gespräch kommen und fragen, ob das neue Konzept der Religionssensibilität der Heterogenität Jugendlicher gerecht werden kann und eine Antwort auf die durch die Studie aufgeworfenen Fragen bietet.

Infoflyer zum Fachtag hier

Mehr Informationen zum Forschungsprojekt „Evangelische Ferienfreizeiten unter der empirischen Lupe“.

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