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Die Jugend macht „Klar zur Wende“

KlimaSail und Jugendklimaaktionen der Nordkirche

Angefangen hat es mit dem Projekt „KlimaSail“, einem Bildungsprojekt für nachhaltige Entwicklung, das seit 2011 jedes Jahr durchgeführt wird und an dem schon über 1000 jugendliche Teilnehmer*innen teilgenommen haben. Es ist das Jugendbildungsprojekt der evangelischen Nordkirche zur Nachhaltigen Entwicklung und wird organisiert vom Jugendpfarramt der Nordkirche in Kooperation mit der Aktion Brot für die Welt, dem Umweltpastor der Nordkirche und dem Verein Jugendsegeln e.V.

Aus dem gesamten Gebiet der Nordkirche von Süderlügum bis Pommern nehmen Gruppen an dem 11-tägigen KlimaSail-Programm teil. Neben klassischen evangelischen Jugendgruppen waren in den letzten Jahren im Rahmen internationaler Jugendbegegnungen Jugendliche aus Kenia, Indien, Russland, Dänemark, Finnland, Estland, Litauen und Lettland mit an Bord. Darüber hinaus waren auch Flex-Klassen, der ökologische Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD), Pfadfinder und eine Inklusionsgruppe vom freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) bei KlimaSail dabei.

Bei KlimaSail entdecken die Jugendlichen auf der Lotseninsel Schleimünde und den Traditionsseglern Zuversicht, Neerlandia, Petrine und Ryvar das Ökosystem Ostsee und lernen ihre eigene Rolle darin kennen. Sie kochen gemeinsam frisch und lecker vegetarisch mit bio-fairen (regionalen) Produkten, diskutieren über ihren Lebensstil und stellen die Frage nach mehr Nachhaltigkeit im eigenen Handeln; nicht zuletzt wird die globale Perspektive eröffnet: Klima(un)gerechtigkeit rückt hier in den Fokus. Die Klimadebatte verstehen wir dabei als Spitze des Eisbergs der Nachhaltigkeitsdebatte.

Foto links: Erkundung der Ostsee mit Schnorchel und Schwimmflossen.
Foto rechts: Gottesdienst zum Abschluss der KlimaSail-Saison 2015 mit Landespastor Haiko Naß.

Viele Jugendliche wollten jedoch mehr: So gab und gibt es zunächst KlimaSailplus-Törns, auf denen z.B. Jugendliche aus verschiedenen Ländern zusammen segeln oder intensiver an bestimmten Themen, z.B. alternative Lebenskonzepte und Postwachstum arbeiten.

Aber nicht nur die Jugendlichen denken um, auch die Nordkirche hat ambitionierte Klimaschutzziele: Im September 2014 wurde über ein Klimaschutzgesetz abgestimmt, das bis September 2015 verbessert werden soll und dann (hoffentlich) nach der zweiten Klimasynode der Nordkirche in Kraft tritt.

Infos dazu unter Opens external link in new windowwww.kirchefuerklima.de

Als Auftakt für die Jugendlichen fand im Februar 2014 die erste Jugendklimakonferenz statt. 200 Jugendliche kamen auf dem Koppelsberg bei Plön zusammen und beschäftigten sich 2 ½ Tage lang mit Klimawandel, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und dem eigenen Lebensstil. In zahlreichen Workshops wurde diskutiert, gebastelt (upcycling), gekocht, gemalt, gebaut (Windräder) oder die Natur entdeckt. Nicht zuletzt stellten die Jugendlichen auch Forderungen an die Synode der Nordkirche auf: 16 inhaltliche Forderungen zum geplanten Klimaschutzgesetz. Hier wurde deutlich, dass viele junge Menschen aktiv die Klimapolitik der Landeskirche mitgestalten wollen.

Die Forderungen fanden zum Teil schon Eingang in das Klimaschutzgesetz. Um weiter am Ball zu bleiben und mitzureden fuhren 18 Jugendliche im September 2014 zur Klimasynode der Nordkirche, wo sie sich weiter für ihre Forderungen einsetzten; hier betonten sie vor allem die Bildungsarbeit für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, denn ein Klimaschutz, der auf lange Sicht erfolgreich sein will, braucht auch den Wandel in den Köpfen und Herzen.

Auch sonst wollen die Jugendlichen nicht darauf warten, dass die Synode etwas beschließt, sondern haben im November 2014 das Jugendklimanetzwerk der Nordkirche gegründet. In diesem wollen sie sich austauschen über gelungene kleine und große Projekte, Handlungstipps weitergeben, neue Aktionen und Projekte planen und vieles mehr. Die Jugendklimakonferenzen, die nun alle zwei Jahre stattfinden sollen, sind dabei  (auch politische) Höhepunkte und Feste des Netzwerks, auf denen viele Akteur*innen zusammenkommen.

Erste Aktionen fanden bereits im Dezember auf dem Kieler Weihnachtsmarkt statt, wo Netzwerker*innen zum Climate Action Day einen Stand mit verschiedenen Mitmach-Aktionen zu den Themen „Jute statt Plastik“, „Zeit statt Zeug“ und „Was macht wirklich glücklich?“ gestalteten.

Weitere Auftritte des Netzwerks waren auf dem Emotion (Dankeschön-Tag für jugendliche Ehrenamtliche), der NEJV (Nordelbische  Jugendvertretung), der Nordkirchensynode im Februar 2015. Auch auf der Klimasynode des Kirchenkreises Altholstein vertraten Netzwerker*innen die Jugendforderungen.

Im Moment stecken die Netzwerker*innen voll in den Planungen für die nächste Jugendklimakonferenz unter dem Motto „dranbleiben“, die vom 02.-04. Oktober stattfinden wird. Dieses Jahr werden rund 300 Jugendliche auf dem Koppelsberg erwartet. Ein Höhepunkt wird ein Ideenwettbewerb sein, bei dem bestehende Projekte vorgestellt und neue Ideen entwickelt werden.

Jugend macht „Klar zur Wende“ – das heißt weg von einem Kurs, der Ausbeutung von Natur und Menschen verfolgt, der nur Wirtschaftswachstum um jeden Preis vorantreibt, weg von Umweltzerstörung und Klimawandel. Wir machen „Klar zur Wende“ hin zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz, einem entrümpelten Lebensstil und selbst Verantwortung für sich und die Schöpfung übernehmen.

 

 

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