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Der Arbeitsbereich Inklusion

Inklusion zielt auf die Gestaltung eines gesellschaftlichen Zusammenlebens ohne Ausgrenzung. Barrieren, die einer vollen gesellschaftlichen Teilhabe entgegenstehen, werden beseitigt und die Verschiedenheiten (Heterogenität und Diversity) der Menschen werden wahrgenommen und anerkannt. Was bedeutet es bezogen auf die Kinder- und Jugendarbeit:

• Wir brauchen eine inklusive Haltung aller Beteiligten. Wertschätzung aller
   Kinder und Jugendlichen und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
• Orientierung an der individuellen Vielfalt von Ressourcen,Kompetenzen und Bdürfnissen aller Kinder und Jugendlichen.

• Anerkennung und Wertschätzung der individuellen Vielfalt von Ressourcen,   Kompetenzen und Bedürfnissen aller Kinder und Jugendlichen.

• Barrieren im Kopf müssen weichen, Phantasie und Kreativität sind erforderlich.

• Steigerung der Teilhabe und Abbau von Ausschlüssen aller Kinder und   Jugendlichen an Angeboten und in Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit.

• Partizipation. Wertvolle Erfahrungen für alle.

• Weiterentwicklung der Kulturen, Strukturen und Praxen in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit bei der Gestaltung aller Angebote.

• Keine/r soll zu Hause bleiben müssen. Diagnose von Barrieren für die Teilnahme und Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen an den Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit. Assistenz und Betreuung ermöglichen. Abbau von erkannten Barrieren für die Teilnahme und Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen.

Martina Heesch, M.A.
Tel: 04522 - 507 106
Mail: martina.heesch(at)Do not spamjupfa.nordkirche.de


Projekt "Ich bin anders, Gott sei Dank!"


Wir haben einen Traum, den Traum von einer inklusiven evangelischen Kinder- und Jugendarbeit, in der Wertschätzung und Anerkennung von Verschiedenheit als etwas Wertvolles wahrgenommen wird.

Inklusion wird verstanden als ein bewusst gestalteter Prozess, welcher reflexive Lern- und Veränderungsprozesse von und zwischen unterschiedlichsten Menschen ermöglicht.  Zudem sollen Zugangsbarrieren und Abgrenzungsmechanismen abgebaut werden. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen Kategorien und Stereotype brauchen, um ihre komplexe Lebenswelt besser verstehen zu können. Dennoch führen Kategorisierungen häufig zu Vorurteilen, wir nehmen an, dass eine Gruppe von Menschen (z.B. „die Menschen, die geflüchtet sind“, „Menschen, die behindert sind“) bestimmte Eigenschaften, Verhalten und Einstellungen hat, die sich deutlich von unseren Eigenschaften, Einstellungen und unserem Verhalten unterscheiden, deshalb erscheint eine gemeinsame Lebenswelt, eine Begegnung auf Augenhöhe unmöglich.

Susanne Kunsmann, Leiterin des Evangelischen Kinder- und Jugendbüros Nordfriesland, eine Gruppe junger Ehrenamtlicher und Martina Heesch, Referentin für Inklusion und Interkulturalität des Landesjugendpfarramts der Nordkirche haben in Kooperation mit Jan, einem Studenten der Muthesiushochschule zu Kiel das Projekt: Ich bin anders, Gott sei Dank entwickelt.

Das Team plante alle Veranstaltungsformate gemeinsam, entschied sich Interviews mit unterschiedlichsten Menschen zu führen, dazu wurde ein Interviewleitfaden entwickelt und viel Zeit in die Interviews investiert, denn ohne Vertrauen und positive Beziehung öffnen sich die Interviewpartner nicht. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben freundlich, geduldig und voller Wertschätzung erwachsene Hauptamtliche, Musiker, Lehrer*innen wie auch Schüler*innen befragt.

Die fertigen Interviews, die Fotos der Interviewten, prägnante Sätze der Interviewpartner*innen in Leichter Sprache und Ausschnitte aus dem erstellten Bild werden in einem Heft veröffentlicht. Die prägnanten Sätze in Leichter Sprache und die Fotos der Interviewpartner*innen und die Projektidee werden auf interessant gestalteten Rollups zu sehen sein.

Darüber hinaus gab es ein gemeinsames Kunstprojekt unter Anleitung des Kunststudenten Jan. In diesem Projekt konnten sich junge Menschen  begegnen, gemeinsame kommunizieren, ein Kunstwerk erstellen und erleben, alle sind willkommen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Behinderung. Wenn wir etwas gestalten, sind wir alle gleich, mit aller Eigenwilligkeit und Einzigartigkeit des Einzelnen. Vorurteile und in der Folge Ausgrenzung, entstehen vor allem, weil man sich nicht kennt. Es ist normal, unterschiedlich zu sein, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird  vermittelt, dass jeder Mensch, ob mit oder ohne Behinderung, besondere Stärken und Talente hat und einen wertvollen Beitrag leisten kann. Im gemeinsamen Malen entwickelten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausdifferenzierte soziale Kompetenzen, und gerade die Teilnehmenden mit Behinderung werden dank des selbstverständlichen Miteinanders selbstbewusster und selbstbestimmter.  Es geht hier nicht um ein fertiges Produkt, sondern um den Prozess des Gestaltens und Schaffens an sich. Das gemeinschaftliche Gestalten in inklusiven Kunstprojekten ermöglicht die gesellschaftliche Teilhabe, fördert Verbundenheit und Zugehörigkeit und bereitet Freude. Und letztendlich lässt das sichtbar machen von Farben und Formen einen jeden selbst sichtbar werden, als Person und als Teil einer Gemeinschaft.

"Schließlich sind Kunstwerke die einzig möglichen Mittel zur vollständigen und ungehinderten Kommunikation von Mensch zu Mensch in einer Welt voller Klüfte und Mauern, die die Gemeinsamkeit der Erfahrung einschränken.“ John Dewey

"Ich bin anders."

Ausstellungsorte in 2018

Januar - Kirchenkreis Nordfriesland
Februar - CJK
März - Rungholtschule
April - St. Marien Husum
Mai - Heaven Jugendfestival
Juni / Juli Kirchen auf Föhr
August / Sept. - Amt Südtondern
Okt. / Nov. - Kreishaus Husum

 

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