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Aktuelles Forschungsprojekt

„Evangelische Ferienfreizeiten unter der empirischen Lupe“ 

ist das aktuelle Projekt des Forschungsteams (Dr. Cora Herrmann, Dr. Ina Bösefeldt, Dr. Katrin Meuche) im Jugendpfarramt in der Nordkirche.

Im Raum der Nordkirche wurden im Zuge dessen vier ev. Ferienfreizeiten und eine konfessionsfreie Freizeit unter die empirische Lupe genommen. Insgesamt wurden 40 Kinder und Jugendliche 2014 und 2015 mit Hilfe von Leitfrageninterviews befragt - während der Freizeiten und etwa ein dreiviertel Jahr später - nach ihren Erfahrungen und Erlebnissen, nach ihren Gefühlen und Erkenntnissen, nach ihren Freundschaften und dem, was von diesen Tagen bleibt.

Anliegen ist es, mit diesen Fragen die Qualität der ev. Ferienfreizeiten zu beschreiben und ihr enormes Bildungspotential sichtbar werden zu lassen, ebenso sollen die Entwicklungsbedarfe herausgearbeitet werden. Damit steht eine Stärkung der (ev.) Kinder- und Jugendarbeit und damit der Jugendverbandsarbeit im Zentrum.

In interdisziplinären Teams wird gemäß den Standards der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet.

Unterstützung erhält das Forschungsteam durch eigens für das Projekt geschulte Interviewer*innen und durch studentische Honorarkräfte, die an der Auswertung beteiligt sind.

Informationen zum Forschungsprojekt bei Dr. Katrin Meuche Opens internal link in current windowhier.

Der jetzige Stand der Auswertung mündet in folgende Thesen und Impulsen:
(siehe hierzu auch unten das Material zur Fachtagung)

Ferienfreizeiten sind dem Alltag entrückt

  • Ferienfreizeiterleben ist Gemeinschaftserleben; Gemeinschaftserleben innerhalb unterschiedlicher Konstellationen, mit je eigenen Funktionen. Diese Konstellationen bedürfen je eigener Orte.
  • Das Arrangement von Ferienfreizeiten ermöglicht intensive Gruppendynamiken und das Entstehen eigener Gruppenkulturen.
  • Die „Gemeinschaft der Heiligen“ entsteht vor allem durch das gemeinsame Tun (u. a. rel. Praxen). Um in eine Gemeinschaft einzutauchen, in ihr aufzugehen ohne unterzugehen, brauchen Freizeiten für Jugendliche eine „gewisse“ Größe.
  • Gemeinschaftserleben, Gruppendynamiken, Gemeinschaftskulturen, die „Gemeinschaft der Heiligen“ bedürfen der Herstellung und Pflege und damit der konzeptionellen Ausgestaltung durch HA und EA.
  • Für das Erleben des ganz anderen Angebotes sind Alltagsdifferenz und Partizipation bedeutsam.
  • Das, was wir tun (ev. Kinder- und Jugendfreizeiten), hängt mit dem zusammen, was wir glauben. Dies gilt es für die Kinder- und Jugendlichen transparent zu machen und den für Aneignung und Erprobung notwendigen Raum und die Zeit bereitzustellen.
  • Erfahrungen der Ich-Reifung sind bedeutsam und bedürfen konzeptioneller Antworten - Möglichkeiten der Mitgestaltung und -bestimmung der Freizeiten können dabei hilfreich sein.
  • Das Handeln von EA und HA auf Ferienfreizeiten ist zentral, ist herausragend und zu reflektieren und weiter zu qualifizieren – auch mit Blick auf ihre Vorbildfunktion im Glauben.
  • Es muss eine gemeinsame Entwicklung der institutionalisierten Kirche und der (individuellen) religiösen „Experimentier- und Spielwiesen“ der Kinder und Jugendlichen geben, um nicht in die paradoxe Situation zu gelangen, als Institution Kirche selber ausschließlich zur Individualisierung von Glauben beizutragen. Dies erfordert, nicht Gemeinde zu stärken, wie sie ist, sondern Gemeinde zu verändern und zu stärken.

Fachtagung Ferienfreizeiten

Die Fachtagung zum aktuellen Forschungsprojekt des Landesjugendpfarramtes "Ferienfreizeiten unter der empirischen Lupe: Praxis, Politik, Perspektiven" war am 26.04.2016 in Hamburg.
Veranstaltungsflyer Leitet Herunterladen der Datei einhier.
Bericht zur Fachtagung Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.
Folien zum Vortrag des Forschungsteams Leitet Herunterladen der Datei einhier.

Das Forschungsteam

Dr. Cora Herrmann: Idee, Konzeption, Koordination der Durchführung, Auswertung.
Sie ist seit März 2017 nicht mehr im Landesjugendpfarramt tätig.

Dr. Ina Bösefeldt: Konzeption, Auswertung, Kooperation und Lehrauftrag an der Universität Greifswald.

Dr. Katrin Meuche: Konzeption, Auswertung.

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